Schmuckstücke oder Flugzeuge ?

Eine Flotte goldener Schmuckstücke. Aus Kolumbien,
vielleicht 1.000 Jahre alt. Diese Schmuckstücke
sehen erstaunlicherweise aus wie Flugzeuge mit
einer Haupt- und einer dahinter angeordneten
zweiten Fläche. 

Ganz links oben als Hauptflügel eine Parabelfläche,
davor mittig eine Deltafläche, oben Mitte eine vor-
gefeilte elliptische Fläche, unten eine rückwärts
gepfeilte Fläche mit gerader Hinterkante und ganz
vorne eine stark rückgepfeilte Fläche. Das Seiten-
leitwerk ist konventionell mit kleiner Streckung.
Die Hilfsflächen kennen wir so nicht.

Photo: www.sagenhaftezeiten.com

Es könnte sich bei ihnen um Stabilisierungsflächen handeln, vielleicht erfüllen sie aber auch
einen widerstandsverringernden Zweck, in dem sie den Nachlauf des Flugzeuges beeinflussen, wenn
es sich dabei überhaupt um die Abbildung von Flugzeugen handelt. Von frühen Modellflugzeugen
vielleicht, mit denen man sich an aerodynamische Problemstellungen und Grundsatzfragen einer
frühen Flugmechanik herantastete. Eines besonders hübsches Objekte wurde dazu untersucht:
 

von oben mit Hilfslinien

von oben

 

Oben das Objekt mit Linien, die die Flächen zeigen, die in einem modernen Aerodynamik-Programm
modelliert und untersucht wurden. 

 

...

 

Die Ergebnisse zeigten, dass diese Konfiguration als manntragendes Flugzeug durchaus stabil und
mit einem relativ guten Gleitwinkel fliegen würde, wäre der Rumpf nicht so klobig - fast schon
"seltsam penishaft", wie ein Urologe anmerkte. Die Untersuchungen der möglichen Vorteile dieser
Flügelkombinationen laufen noch. Unten der Nachlauf eines solchen Flugzeuges, hätte es die
Grösse eines Verkehrsflugzeuges - hier mit grösserem Anstellwinkel. Interessant!

Nachlauf



   












Die Einstellungen aus dem Aerodynamik-Programm wurden auf X-plane, einen Simulator, übertragen
und zeigten ein Flugzeug, das so problemlos flog, wie es das  Aerodynamik-Programm anzeigte.

 

Mein persönliches Fazit:

Der Gedanke, dass solche Schmuckstücke Flugzeug darstellen, ist nicht abwegig. Die Stabilität
des getesteten Flugzeuges ist gut, die Effizienz in der versuchten Auslegung typisch für ein
Tandemflugzeug mit positiv gestaffelten Flächen. Auffallend ist bei dem gewählten Schmuckstück
der seltsam klobige Rumpf sowie die dargestellten Wirbel.

Doch um was handelt es sich dabei, wenn schon nicht um Artefakte von Ausserirdischen?. Meine
Meinung zu diesem Thema:

Prinzipiell war man schon vor vielen hundert Jahren in der Lage, sich anhand einfacher Modelle
einer möglichen Auslegung manntragender Flugzeuge anzunähern. Harte und leicht bearbeitbare
Rinde, kaum schwerer als Balsaholz, gab es schon immer und fast überall. Mit 30 cm Modellen
kann man bei Verwendung ebener Platten statt profilierter Flügel bei kleinen Reynoldszahlen
durchaus brauchbare Leistungen und Eigenschaften erzeugen und manches erkennen.

Tatsächlich würde man in einem heutigen Werk über mögliche Flugzeugauslegungen die ganz oben
abgebildeten Formen der Tragflächen ganz ähnlich darstellen - nicht in Gold, sondern gedruckt.
Ich glaube daher bis zu einem Nachweis des Gegenteils, dass diese Goldfliegerchen ein empirisch
erlangtes Wissen mit Modellen darstellen. Ideen zu manntragenden Flugzeugen.

Wobei man den Rümpfen "Gesichter" gab, die die jeweilige Eigenschaft des Flugzeugs wider-
spiegeln sollen. Nichts anderes machen Designer heute bei modernen "Autogesichtern".

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